Im Frühjahr werden die Beuten regelmäßig gewogen und das Gewicht dokumentiert

Zunächst herzlich willkommen! Schön, dass ihr Interesse an den Bienen habt!

Als nächstes zur Frage, warum ich die Bienen an diesem Stand „Pizza-Bienen“ nenne: Bevor das Corona-Testzentrum eröffnet hat, befand sich ein Pizza Heimservice in diesen Räumlichkeiten. Und nachdem mir der Begriff „Pizza-Bienen“ nach wie vor sympathischer ist, als „Corona-Bienen“, möchte ich daran festhalten.

An diesem Stand befinden sich derzeit zwei Bienenvölker, welche sich aus je einer Königin und im Sommer je bis zu 50.000 Arbeiterinnen zusammen setzen. Ein paar tausend Drohnen, die Bienenmänner, sind dann auch noch dabei. Die Männer können im Übrigen nicht stechen und übernehmen im Bienenstock keine Arbeit. Sie dienen im Sommer nur dazu, sich mit fremden unbegatteten Königinnen im Umkreis von ein paar Kilometern zu treffen und diese zu begatten. Nach Weitergabe des Erbgutes sterben die Drohnen.

Die Arbeiterinnen sind für alle anderen Tätigkeiten zuständig, abgesehen vom Eier legen. Dies erledigt die Königin. Zu den Aufgaben der Arbeiterinnen gehören im Laufe ihres ca. 6-wöchigen Lebens im Sommer z.B. Brutpflege, Futterein- bzw. Umlagerung, die Verteidigung des Volkes und später natürlich noch das Sammeln von Nektar, Pollen und Wasser.

An diesem Bienenstand sind die Fluglöcher Richtung Südosten ausgerichtet. Grundsätzlich mögen die Bienen lieber die Ausrichtung in südliche und östliche Richtungen, hier wird dadurch zudem vermieden, dass viele Bienen Richtung Gehweg fliegen und es dadurch zu Kollisionen mit Fußgängern bzw. Radfahrern kommt. Diese Kollisionen sind in der Regel harmlos, Bienen stechen nur, wenn sie sich in großer Gefahr befinden. Sollte also eine Biene auf euch landen, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass ihr von der Biene mit einer Blume verwechselt, als dass ihr angegriffen werdet.