{"id":128,"date":"2021-05-18T21:08:41","date_gmt":"2021-05-18T19:08:41","guid":{"rendered":"https:\/\/bee-bavarian.de\/?p=128"},"modified":"2022-03-01T08:57:34","modified_gmt":"2022-03-01T07:57:34","slug":"wie-die-voelker-durch-den-winter-kamen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bee-bavarian.de\/?p=128","title":{"rendered":"Wie die V\u00f6lker durch den Winter kamen"},"content":{"rendered":"\n<p>Ab Herbst, wenn die V\u00f6lker behandelt und aufgef\u00fcttert sind, reduzieren sich die Arbeiten des Imkers und beschr\u00e4nken sich haupts\u00e4chlich auf Materialpflege und -beschaffung, Fortbildung, Einschmelzen alter Waben und warten auf den Fr\u00fchling.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor Jahreswechsel erfolgt in einer m\u00f6glichst brutfreien Phase der Bienen noch eine Abschlussbehandlung gegen die Varroamilbe, die permanente &#8222;Last&#8220; der Honigbiene, um eine m\u00f6glichst niedrige Belastung im Volk zu haben und stark auswintern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Februar, wenn die Tage etwas sonniger und w\u00e4rmer werden, unternehmen die Bienen &#8222;Reinigungsfl\u00fcge&#8220;, um ihre D\u00e4rme zu entleeren. Schlie\u00dflich hatten sie seit Beginn des Winters und dem damit auf die Beute beschr\u00e4nkte Lebensraum keine M\u00f6glichkeit mehr dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der W\u00e4rme, den wieder l\u00e4nger werdenden Tagen und den ersten Bl\u00fcten, die Pollen (f\u00fcr Brutpflege) und Nektar (als Bienenfutter) liefern, wachsen die V\u00f6lker. Es wird immer mehr Brut angelegt, welche versorgt werden will. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Als einige V\u00f6lker im April bereits sehr stark waren, kam eine andauernde K\u00e4lteperiode mit starkem Nachtfrost. Wenn man bedenkt, dass im inneren des Brutnests der Bienen eine Temperatur von ca. 35\u00b0C herrschen muss und es Nachts Au\u00dfentemperaturen von unter -10\u00b0C hatte kann man sich vorstellen, welche Leistung die Bienen zum Heizen erbringen m\u00fcssen. In dieser Phase werden nat\u00fcrlich Unmengen an Energie ben\u00f6tigt, die durch die vorhandenen Futterreservern aufgenommen werden m\u00fcssen. Das kann ca. 1\/2 kg Honig pro Tag und Volk sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider habe ich aufgrund meiner fehlender Erfahrung f\u00fcr solche Extremkonstellationen die Futterversorgung von einem Volk abreissen lassen, das Volk hatte kein Futter mehr und ist somit gr\u00f6\u00dftenteils verhungert. Das war bisher die traurigste Erfahrung meiner nun 3-j\u00e4hrigen Imkerkarriere. Ich konnte ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Volkes durch eine Notf\u00fctterung retten, allerdings leider nicht mehr die K\u00f6nigin. In diesen Tagen stellt sich heraus, ob das Volk sich mittlerweile eine neue Regentin nachgezogen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei K\u00f6niginnen sind wohl altersbedingt im Winter bzw. Fr\u00fchjahr verstorben, somit sind von meinen sieben eingewinterten V\u00f6lkern derzeit nur noch f\u00fcnfeinhalb \u00fcbrig. Mein Ziel f\u00fcr diesen Herbst lautet, mit ca. zehn V\u00f6lkern in den Winter gehen zu k\u00f6nnen. Dazu werde ich \u00fcber den Sommer immer wieder K\u00f6niginnen nachschaffen (lassen) und Jungv\u00f6lker bilden. Dies gestaltet sich derzeit aufgrund der anhaltenden schlechten Wetter- und damit verbunden auch Futterlage als schwierig. Dazu aber bei anderer Gelegenheit mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem hat sich die M\u00f6glichkeit ergeben, bei sehr netten und offensichtlich sehr bienenbegeisterten Nachbarn einen weiteren Bienenstand einzurichten. Diesen m\u00f6chte ich nat\u00fcrlich auch in den kommenden Monaten mit Jungv\u00f6lkern &#8222;besiedeln&#8220;. Aber dazu auch ein ander Mal mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab Herbst, wenn die V\u00f6lker behandelt und aufgef\u00fcttert sind, reduzieren sich die Arbeiten des Imkers und beschr\u00e4nken sich haupts\u00e4chlich auf Materialpflege und -beschaffung, Fortbildung, Einschmelzen alter Waben und warten auf den Fr\u00fchling. 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